Raspberry Pi - SOC richtig kühlen (aktiv / passiv)

Raspberry Pi – SOC richtig kühlen (aktiv / passiv)

Der Raspberry Pi verfügt bei Auslieferung standardmäßig über keine Kühlkörper. Aufgrund der geringen Wärmeentwicklung im Normalbetrieb stellt dies kein Problem dar.

Wird der Raspberry Pi jedoch übertaktet oder im 24/7 Dauerbetrieb eingesetzt, sollte für eine ausreichende Kühlung gesorgt werden. Dazu bieten sich kleine Kühlkörper aus Aluminium oder ein zusätzlicher Mini-Lüfter an. So wird die Betriebstempertatur gesenkt, was sich wiederum positiv auf die Lebensdauer auswirken kann.

Passive Kühlung

IMG_1473Kleine passive Kühlkörper, meist aus Aluminium oder Kupfer, eignen sich ideal um sowohl SOC als auch USB/LAN-Controller zu kühlen und so physische Schäden zu verhindern.

Zur Geburtsstunde des Raspberry Pi mußte man sich, mangels Angebot, diese noch aus alten Kühlern selbst zurecht sägen. Mittlerweile gibt es jedoch eine Vielzahl kleiner, passgenauer Kühlkörper für den Raspberry Pi fertig zu kaufen. In der Regel sind die Kühlkörper bereits mit einem selbstklebenden Wärmeleitpad versehen, sodass diese nur noch auf die Bauteile aufgedrückt werden müssen. Meist handelt es sich um 3er Sets, d.h. je ein Kühlkörper für SOC, USB/LAN-Controller und Spannungswandler. Der Kühlkörper für den Spannungswandler ist jedoch optional, denn das Bauteil ist für höhere Temperaturen ausgelegt und eine Kühlung daher nicht unbedingt erforderlich.


Aktive Kühlung

IMG_1467Wird der Raspberry Pi regelmäßig voll ausgelastet (z.B. Mediacenter), kann zusätzliche ein aktiver Kühler (Mini-Lüfter) äußerst sinnvoll sein. Damit lässt sich dann wirklich das Letzte aus dem Raspberry Pi herausholen und die Temperatur nochmals um ein gutes Stück absenken.

Auf der Suche nach einem möglichst kleinen Lüfter, bin ich auf den Copal F17HA gestoßen. Ich glaube man kann ihn zurecht als den wohl kleinsten Lüfter der Welt bezeichnen. Mit einer Größe von lediglich 17 x 17 x 8 mm eignet er sich ideal als SOC-Lüfter für den Raspberry Pi und passt fast perfekt auf die erhältlichen Kühlkörper.

Anschluss / Verkabelung

luefter_gpioDer Lüfter hat in meinem Fall 2 Anschlussleitungen, rot (+5V) und schwarz (GND). Sollte eine dritte Leitung vorhanden sein (Tachosignal), meist weiß, kann diese einfach ignoriert werden. Den Stecker brauchen wir nicht, da er nicht für den RPi passt. Daher kann man ihn einfach abschneiden und beide Kabel am Ende je ca. 3-4 mm abisolieren. Der Anschluss des Lüfters kann über viele Wege erfolgen. Ich habe ihn direkt an der GPIO-Leiste angeschlossen, d.h. Kabel rot an Pin 2 (+5V) und schwarz an Pin 6 (GND) (z.B. mittels MQS Buchse).

Befestigung

Da die Vibration des Lüfters minimal ist, kann man den Lüfter einfach mit Klebstoff auf den Aluminium-Kühlkörper aufkleben. Wird der Raspberry Pi in einem Gehäuse betrieben, sollte man zusätzlich darauf achten, dass oberhalb des Lüfters eine kleine Luftzufuhr geschaffen wird.

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