Raspberry Pi - Empfehlung: Das richtige Netzteil

Raspberry Pi – Empfehlung: Das richtige Netzteil

Die wohl wichtigste Komponente für den stabilen Betrieb des Raspberry Pi ist das Netzteil. Erfahrungsgemäß sind viele Probleme, wie z.B. Instabilität, häufige Fehler und Abstürze, auf ein unzuverlässiges Netzteil zurückzuführen. Deshalb sollte man nicht zum nächstbesten No-Name Handynetzteil greifen und stattdessen lieber den ein oder anderen Euro mehr in ein hochwertiges Netzteil investieren.

Warnung vor angeblichen „original“ Raspberry Pi Netzteilen

Bei Amazon und eBay gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Netzteilen, die als scheinbare „original“ Raspberry Pi Netzteile angeboten werden. Es gibt jedoch nur ein offizielles Netzteil, das von der Raspberry Pi Foundation selbst angeboten wird.

China-Netzteile mit zweifelhaften Leistungswerten

Windige Geschäftemacher nutzen die Unwissenheit der Kunden aus und verscherbeln über diesen Trick billige 1€ China-Netzteil zu überteuerten Preisen. Noch viel schlimmer ist jedoch, dass die meisten dieser als „original“ angebotenen Netzteile die Leistungswerte nicht ansatzweise erfüllen. Denn beim Netzteil gilt ganz besonders “Wer billig kauft, kauft zweimal!” und im Internet finden sich teils erschreckende Beispiele, wo Billig-Netzteile regelrecht in Flammen aufgegangen sind.

 

Mindestanforderungen an das Netzteil

Typischerweise benötigen die Raspberry Pi 1 / 2 zwischen 600mA und 1000 mA. Abhängig davon, ob man von der nackten Raspberry Pi Platine oder eben mit angeschlossenem Monitor, Tastatur, Maus und Ethernet/LAN spricht. Für einen stabilen Betrieb des Raspberry Pi, sollte es daher also ein Netzteil mit mindestens 1200 mA sein. Beim Raspberry Pi 3 sind die Anforderungen an das Netzteil nochmals deutlich höher, sodass das Netzteil min. 2000 mA liefern sollte (bei vollbelegten USB-Anschlüssen 2500 mA).

Zur Erklärung:
Ein Netzteil ist hinsichtlich seiner Leistung und Stromentnahme nie beim Nennwert zu betreiben. D.h. ein Netzteil mit 1000 mA Nennwert wird zwangsläufig in einen instabilen Zustand geraten, wenn man daraus die vollen 1000 mA ziehen will. Deshalb sollte man gute 20% Puffer einrechnen und deshalb mindestens zu einem 1200 mA Netzteil greifen.

Darf es ein bisschen mehr sein?

Damit der Raspberry Pi auch bei Lastspitzen und angeschlossen USB-Geräten noch stabil läuft, reichen 1200 mA bei Weitem nicht mehr aus. Abhängig davon, welche externen Geräte daran angeschlossen werden, kann so ein deutlich stärkeres Netzteil notwendig sein. Der Gesamtstromverbrauch berechnet sich aus dem Grundverbrauch des Raspberry Pi zzgl. der angeschlossenen Geräte.

Rechenbeispiel RPi 2 B:

Raspberry Pica. 700 mA
HDMIca. 50 mA
Ethernet/LANca. 50 mA
CSI Kameramodulca. 250 mA
je USB-Gerätca. 200 mA

 
Beispiel: Wenn man alle 4 USB-Ports verwendet, kommen so fast 2000 mA zusammen und man sollte ein Netzteil mit 2000 – 2500 mA verwenden.


 

Empfehlenswerte Raspberry Pi Netzteile

[Letzte Aktualisierung: 01.04.2017]

Datenreise - Persönlich getestet Anmerkung
Besonders mit billigen China-Netzteilen habe ich sehr negative und teils gefährliche Erfahrungen gemacht. Die nachfolgende Auswahl enthält deshalb nur hochwertige Netzteile, die ich mehrfach getestet und persönlich im Einsatz habe. Ich kann sie daher besten Gewissens weiterempfehlen.


 

Für Raspberry Pi 2 / Zero

 

Für Raspberry Pi 3

 

Hutschienen-Netzteile für den Raspberry Pi

 

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