Raspberry Pi – Firmware und Kernel updaten

Raspberry Pi – Firmware und Kernel updaten

Mit apt-get dist-upgrade werden unter Raspbian die installierten Pakete, der Kernel und die Firmware des Raspberry Pi aktualisiert. Dabei werden alle Aktualisierungen aus dem „stable“ Zweig von Raspbian installiert und es ist daher der empfohlene Weg seinen Raspberry Pi auf aktuellem Stand zu halten.

Benötigt man aus einem speziellen Grund jedoch die neuste Firmware und (unstable) Kernel, gibt es eigens das Skript „rpi-update“ dafür.


Achtung! Wichtiger Hinweis:
Für die wenigsten Anwender ist das Ausführen von „rpi-update“ sinnvoll. Die Gefahr ist groß, dass danach das eine oder andere System nicht mehr richtig funktioniert. Ein Update über „rpi-update“ ist i.d.R. „unstable“, das heißt, dass daran noch entwickelt wird und ggf. noch fehlerhaft ist. Sobald Firmware, Bootloader, der Kernel und die Bibliotheken „stable“ sind, werden sie über „apt-get upgrade“ verfügbar gemacht und sind dann offiziell installierbar. Wenn man nicht zwecks Hardwareunterstützung auf den neusten Kernel angewiesen ist und der Raspberry Pi klaglos läuft, gibt so gut wie keinen Grund ein Firmware- und Kernel-Update über rpi-update durchzuführen.


Schwierigkeitsgrad:


 

Schritt 1: System aktualisieren

Zuerst sollte das System kurz aktualisiert werden:

$ sudo apt-get update
$ sudo apt-get upgrade

 

Schritt 2: rpi-update

Rpi-update ist ein Script, das die aktuelle GPU-Firmware, den Bootloader und den Linux-Kernel mit verschiedenen Modulen von Github herunterlädt. Rpi-update installieren wir ganz einfach mit folgendem Befehl:

$ sudo apt-get install rpi-update

Nach der Installation können wir rpi-update direkt starten und das Firmware- und Kernel-Update durchführen:

$ sudo rpi-update

Rpi-update lädt nun die aktuelle Firmware- und Kernelversion herunter und installiert die Dateien in die Verzeichnisse /boot und /lib/modules/. Zum Abschluss muss der Raspberry Pi dann noch neu gestarten werden. Ferig.

Anmerkung: Beim Update wird ein Backup angelegt und die alten Dateien nach /boot.bak kopiert. Damit kann das Update rückgängig gemacht werden, indem man die ursprünglichen Dateien von /boot.bak einfach wieder nach /boot zurückkopiert.

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